Makiko Nishikaze

geb. 1968 Wakayama, Japan

Makiko Nishikaze studierte Komposition zuerst in Japan, dann am Mills College, Kalifornien, bei Alvin Curran und an der Hochschule der Künste Berlin bei Walter Zimmermann. Sie hat das Studium als Meisterschülerin abgeschlossen.

An Preisen und Stipendien erhielt sie u.a. Akademie Schloss Solitude (1999-2000), Künstlerhof Schreyahn (2001-02), Villa Aurora in Los Angeles (2003), Künstlerinnenförderung der Senatsverwaltung Berlin (2004), Künstlerhäuser Worpswede (2006), Förderungspreis der Akademie der Künste (2007), Kompositionsstipendium der Kulturverwaltung des Berliner Senats (2010), Deutsches Studienzentrum Venedig (2011), Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf (2013), Hauptstadtkulturfonds (2013) Casa Baldi Olevano Romano, Deutsche Akademie Rom (2014), AIR Krems, Österreich (2014), NES, Iceland (2014), Arbeits- und Recherchestipendium der Kulturverwaltung des Berliner Senats (2015), artbellwald, Schweiz (2016)

Ihre Werke wurden bei Festival weltweit aufgeführt, u.a. bei:
Chamber Music Festival Kanagawa, Japan (1997), “The art of composition towards the 21st Century”, Jerusalem (1998) Musica Silenciosa, Rio de Janeiro (1998), Festival PianoPianoForteForte, Berlin (1999), The Brno International Music Festival, Tschechien
(1999), Eclat, Festival Neue Musik (2000), Festival De Klankfabriek, Widooie, Belgien (2002), MaerzMusik, Festival für Aktuelle Musik (2003, 2006, 2014) New Music Marathon Northwestern University, Chicago (2006) Festival Klangwerkstatt, Berlin (2006, 2009, 2011, 2013), Donaueschinger Musiktage (2007),“Music We’d Like to Hear”, London (2007, 2009, 2011), Musiktheater für Kinder, Concert Hall Shizuoka, Japan (2009), Seetaler Poesiesommer-Clavichordfestival, Schweiz (2013), Ulrichsberger Kaleidophon, Österreich (2013), Ostrava Days, Tschechien (2015), Anton Webern zum 70 Todestag, Mittersill, Österreich (2015)

Schon seit geraumer Zeit beschäftigt sie sich mit räumlicher Musik. Ein Raum ist für sie ein Klangkörper, der die akustische und visuelle Wahrnehmung zu einem ganzheitlichen Ereignis werden lässt. Oft werden Performativ-Aktionen mit Klangobjekten in das Konzept integriert.
Ein anderer wichtiger Schwerpunkt in ihrer Arbeit sind Tasteninstrumente. Makiko Nishikaze hat viele Stücke für Klavier, Clavichord und Cembalo komponiert und selbst aufgeführt. Es handelt sich darin nicht um den Versuch, eine neue Spieltechnik zu erfinden, sondern darum, eine neue musikalische Einstellung zu entwickeln. Mit gewohnter Spieltechnik versucht sie eine vielschichtige Klangfarbe zu schaffen. Ihre Kompositionen sind nicht auf exzentrische Resultate hin angelegt, sondern sie sollen als eine Art Kompass dienen auf dem Weg zu einem neuen Level der Fähigkeit zu hören.

Foto: Philipp Lange

Als Dozentin hat sie Seminare und Workshops zur Experimentalmusik an den unterschiedlichsten Einrichtungen für Musikstudenten, Schüler, Lehrer, Laienmusiker und Kinder durchgeführt.
Sie war Lehrbeauftragte an der Universität der Künste Berlin und unterrichtete 2007-2009 Komposition an der Wakayama University, Japan, in der Abteilung Schulmusik.
Als Gastkomponistin war sie 2013 am Mills College, Kalifornien, und 2014 bei den
Wiener Tagen der Zeitgenössischen Klaviermusik eingeladen.

Sie ist auch aktiv als Performerin. Die neueste Dokumente:Börstingen hören (2016)
westwind mit Peter Ablinger (2016), Ellipse mit Nikolaus Heyduck (2017) makokon mit Christine Düwel, Zeichnung und Installation (2017)

Ellipse

                               

                               makokon

Fotos: Nikolaus Heyduck

 Einspielungen ihrer Werke liegen auf CDs vor:
“st-mt” stabat mater dolorosa: ensemble socell 21, Makro-CD 1017 (2011)
walking, north, north: Ensemble L'art pour L'art, ArtistCD ARTS81182 (2009)
“trioaurora” Berlin meets Los Angeles: trio e-vent, ArtistCD ARTS81142 (2006)
pianopera I, II, Klavier: John McAlpine, EWR 0405 (2005)
aqua.piano.aerial, Klavier: Makiko Nishikaze, EWR 0301 (2001)
“Sextet-Haiku-” haiku: Modern Art Sextet, edel 0085132 ACA (1996)